Veranstaltungen 2012
 
 23.10. bis 4.11.2012
 17. Salzburger Jazz-Herbst


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16.5.2012
 Jessye Norman:
 "The World Of Sacred Music"


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   Chucho Valdes & Afro Cuban Messengers

Donnerstag, 3. November 2011 | 19.30 Uhr |

Große Universitätsaula
 
 
   
 

Der 1941 in Havanna als Sohn eines Pianistenehepaares zur Welt gekommene Chucho Valdes ist ein Topstar des Afro Cuban Jazz. 2011 konnte er seinen bislang fünf Grammies einen sechsten hinzufügen. Valdes begann im Alter von drei Jahren mit dem Klavierspiel und bestand 1950 die  Aufnahmeprüfung in das Konservatorium von Havanna. Als Jugendlicher spielte er in der Hausband des Club Tropicana, deren musikalischer Leiter er wurde. Ab 1963 arbeitete Valdes mit Arturo Sandoval und Paquito D‘Rivera, mit denen er 1967 das Orquestra Cubana de Musica Moderna gründete. Mit diesem Ensemble führte er eigene Kompositionen wie die "Missa Negra" (1969) auf. 1970 gastierte Chucho Valdes auf dem Jazz Jamboree in Warschau. Und 1972 begründete er gemeinsam mit Sandoval und D‘Rivera die Gruppe Irakere, die 1978 auf den Jazz Festivals in Montreux und Newport auftrat. In kurzer Zeit erweiterte sich das Trio zu einer Elf-Mann-Formation. Jeder Irakere-Musiker spielte mindestens zwei Instrumente, was der Band eine ungewöhnliche Soundvielfalt eröffnete. Die Mischung aus jazzigen, folkloristischen und europäisch-klassischen Elementen, vor allem in den Titeln und Arrangements Chucho Valdes‘ mit amerikanischen Jazz- und Rockzutaten verbunden, kommt den aktuellen Hörgewohnheiten entgegen. 1978 trat Irakere beim Newport Jazz Festival, in der New Yorker Carnegie Hall und bei einer Hochzeitsfeier des  amerikanischen Geldadels auf. Im selben Jahr entwickelte sich die von Fidel Castro geförderte All Star-Band zum Exportschlager. Irakere absolvierte Auftritte in Kanada, Jamaica, Angola, Montreux und Warschau. Ende 1978 erschien in einer Mischung aus Live-Mitschnitten und Studioaufnahmen das Album "Irakere", das der Band im Magazin "Downbeat" die höchste Bewertung einbrachte. Während einer Spanientournee setzte sich Paquito D‘Rivera von Irakere ab. Als auch Sandoval ausgeschieden war, leitete Chucho Valdes die Formation bis 1998. Dann übernahm sein Sohn Francisco die Leitung.

Nachdem Chucho Valdes einen Vertrag beim amerikanischen Label Blue Note Records erhalten hatte, konzentrierte er sich auf Soloprojekte sowie auf Trio- und  Quartettbesetzungen. Daneben wirkte er als Sideman bei Roy Hargrove. Seit 1980 ist Chucho Valdes Präsident des von ihm gegründeten Havanna Jazz Festivals. Außerdem ist er Professor an der Klavierabteilung des Instituto Superior de Arte und unterrichtet an der Escuela Nacional de Arte Kubas, aber auch an der Berklee School of Music in Boston. Valdes veröffentlichte bisher mehr als 30 Alben. Er verfügt über ein sehr kraftvolles, phrasierungsreiches Spiel, in das er lateinamerikanische Harmonik und afroamerikanische Rhythmik einfließen lässt. Chucho Valdes ist Ehrenbürger von Ponce in Puerto Rico sowie von den amerikanischen Städten Los Angeles, San Francisco, New Orleans und Madison.

 

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