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1938 in Memphis, Tennessee, geboren, brachte der stark von John Coltrane beeinflusste Saxophonist schon Mitte der 1960er Jahre die Errungenschaften des Modalen Jazz mit einer Rockorientierten Rhythmik zusammen. Mit seiner Melange aus Jazz, Rock, Blues und Folk Music eroberte Lloyd als erster Jazzmusiker lange vor Miles Davis das junge Rock-Publikum. Sein 1966 beim Monterey Festival aufgenommenes Album “Forest Flower“ verkaufte sich mehr als eine Million Mal und leitete eine beispiellose Erfolgsserie ein. Erste professionelle Gigs hatte Charles Lloyd mit lokalen Rhythm & Blues-Bands, bei Howlin‘ Wolf, B.B. King und Bobby “Blue“ Bland. Ab 1956 studierte er in Los Angeles an der University of Southern California, hatte ein Engagement bei Gerald Wilson und spielte mit Eric Dolphy, Scott LaFaro, Paul Bley, Don Cherry und Charlie Haden.
In den 1960er Jahren arbeitete Lloyd u.a. bei Chico Hamilton und Cannonball Adderley. "Discovery!" und "Of Course, Of Course" waren die ersten Alben unter eigenem Namen. Dann gründete Charles Lloyd mit Keith Jarrett, Cecil McBee und Jack DeJohnette sein eigenes Quartett, das sich 1969 auflöste. Nun zog sich Lloyd - von vereinzelten Aufnahmen abgesehen - aus der Jazzszene zurück und arbeitete als Lehrer für Transzendentale Meditation. Während er Konzerte an Colleges gab, schrieb Charles Lloyd von 1970 bis 1974 an einer Doktorarbeit. In den 1980er Jahren überzeugte ihn der Pianist Michel Petrucciani davon, in die Jazzszene zurückzukehren. Es erschienen die Alben "Big Sur Tapestry" mit der Harfinistin Georgia Kelly und "Weavings" mit großer Besetzung im Jazz-Rock-Kontext. Sein neues Quintett mit Michel Petrucciani (piano), Palle Danielsson (bass) und Son Ship Theus (drums) wurde umjubelt, dokumentiert auf den Alben "Montreux ‘82" und "A Night In Copenhagen". 1986 musste sich Charles Lloyd einer schweren Operation unterziehen, um in Zusammenarbeit mit dem schwedischen Pianisten Bobo Stenson Ende der 1980er Jahre ein Comeback zu feiern. Die folgenden Einspielungen "Fish Out Of Water" (1989), "Notes From Big Sur" (1991), "The Call" (1993), "All My Relations" (1995), "Canto" (1996), "Voice In The Night" (1998), "The Water Is Wide" (1999) und "Hyperion With Higgins" (2001) fanden große internationale Beachtung. Charles Llloyd arbeitete nun mit Billy Higgins, Ralph Peterson, Gen Allen, Larry Grenadier und Brad Mehldau zusammen. 2010 erschien bei ECD die CD "Mirror".
Der Pianist der Formation Jason Moran, wurde mit dem vom Critics‘ Poll 2010 des Magazins "Jazz Times" zum "Künstler des Jahres" und zum "Pianisten des Jahres" gekürt.
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